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Globalisierung, Migration,   
Fremdsprachenunterricht   

 
AG "Theatermethoden und Fremdsprachenforschung"
24. Kongress für Fremdsprachendidaktik in Hamburg

(Leitung: Almut Küppers und Maik Walter)


... zum Inhalt

Theatermethoden erfreuen sich einer zunehmenden Popularität in der Fremdsprachendidaktik, unterstreichen die Bedeutung der performativen Dimension von Kommunikation und werden allgemein als wirkungsvoll erachtet, wenn es darum geht, sprachliche bzw. inter- oder transkulturelle Lernprozesse anzuregen. In der Tradition der interkulturellen Theaterarbeit können Aspekte von Globalisierung und Migration wie Entwurzelung, Zugehörigkeit, Integration und Identität auch für den Fremdsprachenunterricht erschlossen werden. Es liegen inzwischen eine Reihe von Unterrichtsvorschlägen und Übungen vor, die sich ausgewählter Elemente aus der Theaterpädagogik bedienen, um sie für das Fremdsprachenlernen in offenen und kooperativen Szenarien nutzbar zu machen. Wie aber wirken sich drama- und theaterpädagogische Übungsformen auf das Fremdsprachenlernen tatsächlich aus? Sind die proklamierten Einflüsse der Theaterarbeit auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Ausbildung von sprachlichen bzw. interkulturellen Kompetenzen messbar? Und wie müssen Forschungsinstrumente beschaffen sein, um diese komplexen und vielschichtigen Unterrichtsprozesse gegenstandsangemessen zu ergründen? Ausgehend von der Grundsatzfrage Wieviel Instrumentalisierung verträgt die Kunst? möchten wir in dieser AG

a) einerseits diskutieren, vor welche Aufgaben die Theatermethoden die Fremdsprachenforschung stellt und welche (forschungsmethodologischen) Herausforderungen damit verbunden sind. Besonders interessant sind hier Beiträge, die über laufende oder abgeschlossene Forschungsprojekte berichten.

b) Andererseits wollen wir versuchen Ansätze zu hinterfragen, die Theatermethoden zum Zwecke des Fremdsprachenlernens integrieren und die nicht explizit auf der Arbeit mit dramatischen Texten basieren. Vielmehr laden wir auch dazu ein, programmatische Beiträge zu liefern, die (noch) nicht notwendiger Weise empirisch fundiert sind, sondern eher visionär und zukunftweisend und in denen Theatermethoden Verwendung finden z.B.

1. zur Vermittlung von ausgewählten sprachlichen Strukturen,
2. zum Forschungstheater im Fremdsprachenkontext,
3. im bilingualen Geschichts-, Sozialkunde-, oder Geographie-)Unterricht etc.,
4. zur Thematisierung von Transkulturalität, Landeskunde- oder Gender-Aspekten
5. im Verbund mit Medien (z.B. Film, Web 2.0, Bildkunst, Musik)
6. sowie in der Lehreraus- und Fortbildung

Dabei sollte jedoch die Erforschung der Wirkung expliziert werden.



... zu den Vorträgen

Almut Küppers und Maik Walter: Theatermethoden und Fremdsprachenforschung (Folien)


Wolfgang Sting: Theater und Performance als anderes Sprechen (Abstract)


Doreen Bryant: DaZ und Theater - Der dramapädagogische Ansatz zur Förderung der Bildungssprache (Abstract)


Gerd Koch: Theater: autonom und sozial (Abstract)


Stefanie Giebert: 'Much Ado about Business' - Kann man Wirtschaftssprache mit Theaterstücken vermitteln? (Abstract, Folien)


06.11.2011 | webmaster | start